Behandlungsmöglichkeiten


Die Erstlinientherapie von Hautkrebs beinhaltet das chirurgische Herausschneiden des Hauttumors. Andere Therapiemöglichkeiten wie medikamentöse Therapien auch in Form von Creme – Applikationen sind bei gewissen Hautkrebsen möglich. Andere Therapievarianten beinhalten eine physikalische Therapie oder auch eine Bestrahlungstherapie. Die Hautlymphome sind aufgrund von ihrer speziellen Biologie auch bezüglich der Therapie andersartig.


Wichtig ist jedoch, für den entsprechenden Hautkrebs eine individuell angepasste und adäquate Therapie zu finden.

Basalzellkarzinome (Basaliome)

Vor der Operation wird eine Biopsie (Gewebeprobe) zur histologischen Untersuchung entnommen,  um die klinische Diagnose zu sichern. Danach wird der Patient mit dem Dermatochirurgen eine präoperative Konsultation zur Besprechung des Eingriffes haben. Die chirurgische Behandlung der Basalzellkarzinome wird in der Regel ambulant unter Lokalanästhesie durchgeführt.

Das chirurgische Vorgehen hängt von Tumortyp und Lokalisation des Tumors ab:

1. Klassische Exzision oder 3-Dimensional kontrollierte Exzision (Mohs Chirurgie)
2. Primarverschluss oder Defektrekonstruktion mit Nahlappenplastik oder Hauttransplant

3-Dimensional kontrollierte Exzision (Mohs Chirurgie)

Die 3-Dimensional kontrollierte Exzision (Mohs Chirurgie) kontrolliert ca. 99% der Tumorgrenzen. Dadurch resultieren relativ kleine Narben und die Rezidivwahrscheinlichkeit wird sehr niedrig gehalten. Sie ist indiziert bei:

1. Tumorrezidiven nach klassischer Chirurgie, Kryotherapie oder
    photodynamischer Therapie (PDT)
2. komplexer Topographie
3. jüngeren Patienten.

Die Prioritätenliste dieser chirurgischen Methode hält sich stets an die Reihenfolge:

1. totale Exzision des Tumors
2. Berücksichtigung der anatomischen Strukturen
3. Gesamtaussehen der Haut.

Die nachfolgenden regelmässigen Kontrollen werden in unserer Spezialsprechstunde Hauttumoren oder beim Hautarzt am Heimatort vorgenommen.

Plattenepithelkarzinome (Spinozelluläre Karzinome, Spinaliome)

Wie beim Basalzellkarzinom kann man eine klassische Exzision oder die 3-Dimensionale kontrollierte Exzision (Mohs Chirurgie) vornehmen mit anschliessendem Primarverschluss, Defektrekonstruktion mit Nahlappenplastiken oder Hauttransplant.

Bei komplexen Fällen wird das therapeutische Vorgehen gemeinsam mit den Fachkollegen anderer chirurgisch tätiger Disziplinen (Plastische Chirurgie, Ophtalmologie, HNO) des Inselspitals festgelegt.

Wie beim Basalzellkarzinom gilt auch hier:

  • Die Diagnose sollte durch eine Biopsie mit nachfolgender Histologie gesichert sein.
  • Präoperative Besprechung der Befunde und des Vorgehens mit dem Dermatochirurgen
  • Die Prioritätenliste des chirurgischen Eingriffes ist:
    1. totale Exzision des Tumors
    2. Berücksichtigung der anatomischen Strukturen
    3. Gesamtaussehen der Haut

Die nachfolgenden regelmässigen Kontrollen werden in unserer Spezialsprechstunde Hauttumoren oder beim Hautarzt am Heimatort vorgenommen.

Das maligne Melanom der Haut (schwarzer Hautkrebs)

Entsprechend der histologischen Diagnose und Beurteilung erfolgt dann eine operative Nachexzision. Die Breite der Nachexzision richtet sich nach der Tumordicke (Breslow Index). Die Tumordicke ist auch wichtig für die Entscheidung, ob eine Sentinellymphknotenbiopsie (Entfernung des ersten drainierenden (Wächter-) Lymphknotens) vorgenommen werden sollte.

Patienten mit der Diagnose oder einem Verdacht auf ein Malignes Melanom können in der Spezialsprechstunde Pigmentläsionen/Melanome vorgestellt werden.

Anhand der klinischen Befunde und der vorliegenden Untersuchungsresultate wird dann über das weitere diagnostische und therapeutische Vorgehen entschieden und es werden die entsprechenden  Schritte eingeleitet. Dermatologen können Patienten mit Malignem Melanom auch direkt zur Nachexzision und Sentinellymphknotenbiopsie zuweisen.